Instagram verliert offensichtlich Nutzer. Wie der Analysedienst AppStats berichtet, sank die Zahl der täglich aktiven Mitglieder in den letzten 30 Tagen um mehr als zwei Drittel. Schuld daran sind die Änderungen der Nutzungsbedingungen.
Als Instagram Mitte Dezember 2012 seine Nutzungs- und Datenschutzbestimmung änderte, ging ein großer Aufschrei durch die Community. Der Anbieter sicherte sich das Recht zu, hochgeladene Fotos von Mitgliedern nicht-exklusiv, aber unentgeltlich für eigene Zwecke zu nutzen. Viele Anwender interpretierten diese Passage in den AGB so, dass Instagram die Fotos von Nutzern ungefragt verkaufen möchte, ohne den Urheber zu entlohnen oder darüber zu informieren. Instagram beteuerte, dies nicht vorzuhaben, und nahm die Änderungen teilweise zurück. Das ging vielen Benutzern aber nicht weit genug.
Kurve zeigt nach unten
Nun scheint Instagram für diese Mischung aus Dreistigkeit und schlechter Kommunikation die Quittung zu erhalten: Waren laut appstats.eu am 18. Dezember 2012 noch 16,35 Millionen Mitglieder aktiv, so sind es am 16. Januar 2013 nur noch 4,98 Millionen gewesen. In den Zahlen für die monatlich aktiven Nutzer ist das AGB-Desaster noch nicht mit einberechnet. Diese Kurve zeigt derzeit nach oben ? noch.
Instagram bettelt Rückkehr der Nutzer
Als Reaktion darauf hat sich Instagram per E-Mail an alle seine Benutzer gewandt. Darin verweist das Unternehmen, das seit April 2012 zu Facebook gehört, auf die überarbeiteten AGB, in die man das Feedback der Nutzer eingebracht hätte. Ein Beitrag auf blog.instagram.com hebt noch einmal die Änderungen in den Nutzungsbedingungen hervor. Damit soll der hitzigen Diskussion etwas die Brisanz genommen werden, um die Benutzer zurück zu Instagram zu locken.
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