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 Rezession in Europa Brüssel erwartet Aufschwung erst im kommenden Jahr Hannibal Lektor 04.05.2013 11:21

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Hannibal Lektor
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Lampe Rezession in Europa Brüssel erwartet Aufschwung erst im kommenden Jahr Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen



Die Eurozone verlässt nur mit Mühe die schwere Wirtschaftskrise. Die EU-Kommission dämpft in Brüssel ihre Wachstumsaussichten fürs kommende Jahr - und gewährt Frankreich mehr Zeit zum Sparen.





Für Europas Wirtschaft ist nur langsam Besserung in Sicht. Die EU-Kommission senkte in einer am Freitag in Brüssel veröffentlichten neuen Prognose ihren Ausblick für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone und erwartet erst im kommenden Jahr wieder ein Anspringen der Konjunktur. In den Fokus rückte erneut die wirtschaftliche Verfassung Frankreichs.

Viele Euroländer sind oder waren zeitweilig in der Rezession, darunter auch Frankreich. Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn die Wirtschaft in zwei Quartalen hintereinander schrumpft. In einigen Ländern steigen die Staatsdefizite weiter, so in Frankreich oder Spanien.

"Nach der Rezession, die das Jahr 2012 geprägt hat, wird eine Stabilisierung der Wirtschaft in der EU in der ersten Hälfte 2013 erwartet", erklärte die EU-Kommission. "Das Wirtschaftswachstum wird erwartungsgemäß schrittweise positiv in der zweiten Jahreshälfte, bevor es 2014 etwas an Zugkraft gewinnt."

In diesem Jahr erwarten die Brüsseler Experten ein Schrumpfen der Wirtschaftskraft im Euroraum von 0,4 Prozent, bevor es 2014 wieder ein Wachstum von 1,2 Prozent geben soll. Im Februar hatte ihre Prognose noch nach einem geringeren Minus von 0,3 Prozent in diesem Jahr ein Wachstum von 1,4 Prozent im kommenden Jahr vorgesehen.


EU will Frankreich Aufschub bei Defizit bis 2015 gewähren

Die EU-Kommission will Frankreich eine Überschreitung der EU-Defizitgrenze nicht nur dieses, sondern auch kommendes Jahr erlauben. Ein Aufschub zur Reduzierung des "übermäßigen Defizits" um zwei Jahre sei "sinnvoll", sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Freitag in Brüssel.

Die Entwicklungen in den einzelnen Euro-Ländern sind sehr unterschiedlich: Für Deutschland erwartet die EU-Kommission in diesem und im kommenden Jahr ein Wachstum von 0,4 beziehungsweise 1,8 Prozent. Im Krisenland Zypern soll die Wirtschaftsleistung hingegen in den beiden Jahren um insgesamt 12,6 Prozent einbrechen. In Griechenland erwartet die EU-Kommission nach einem Minus in diesem und somit im sechsten Jahr in Folge (minus 4,2 Prozent) für das kommende Jahr eine Rückkehr zum Wachstum mit 0,6 Prozent.

Nach Diskussionen um die wirtschaftliche Verfassung Frankreichs in den vergangenen Wochen rückte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone nun erneut in den Fokus: In diesem Jahr schrumpft die Wirtschaftskraft des Landes der Prognose zufolge um 0,1 Prozent, bevor sie erst 2014 wieder um 1,1 Prozent wachsen soll. Im Februar hatte die EU-Kommission noch erwartet, dass Frankreichs Wirtschaft um 0,1 Prozent beziehungsweise um 1,2 Prozent wächst.


Frankreichs Arbeitslosenquote steigt

Gegen die EU-Defizitvorgabe von 3,0 Prozent des Wirtschaftswachstums verstößt Frankreich in diesem und im kommenden Jahr mit Defiziten von 3,9 und 4,2 Prozent den Erwartungen aus Brüssel zufolge deutlich. Während die Arbeitslosigkeit im Eurozonen-Durchschnitt von 12,2 Prozent in diesem Jahr der Prognose zufolge leicht auf 12,1 Prozent im kommenden Jahr sinken soll, muss sich Frankreich auf eine Zunahme der Arbeitslosigkeit einstellen: Die Quote steigt demnach von 10,6 Prozent in diesem auf 10,9 Prozent im Jahr 2014.

In Italien soll die Arbeitslosenquote von 11,8 Prozent in diesem auf 12,2 Prozent im kommenden Jahr zunehmen. In Griechenland und Spanien erwartet die EU-Kommission hingegen für 2014 erstmals seit Jahren einen Rückgang.

"Angesichts der anhaltenden Rezession müssen wir alles tun, um die Arbeitslosigkeitskrise in Europa zu überwinden", sagte EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn. Die Rekordarbeitslosigkeit in Europa, besonders unter jungen Menschen, gehört derzeit zu den größten Sorgen der EU. Angesichts der anhaltend schlechten Lage ist besonders im Süden Europas der Ruf nach einer Abkehr von der strengen EU-Sparpolitik zuletzt immer lauter geworden.


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04.05.2013 11:21
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