Gerüchten zufolge will auch Amazon einen Dienst für Musik-Streaming starten. Die Verhandlungen mit Plattenfirmen laufen demnach bereits.
Nachdem aus der Musikbranche jahrelang nur Wehklagen über Musikpiraterie und sinkende Einnahmen zu vernehmen war, scheint sich dank Musik-Streaming der Wind langsam zu drehen. Kein Wunder, dass auch die etablierten Internetgiganten in dem populären Geschäft mitmischen wollen. Wie die Kollegen von The Verge berichten, befindet sich jetzt auch Amazon in Verhandlungen mit einzelnen Plattenfirmen, um einen eigenen Musik-Streaming-Dienst zu starten.
Amazon startklar?
Zum aktuellen Stand der Gespräche sind keine genauen Informationen verfügbar. Sollten sich Plattenfirmen und Amazon einigen, könnte der Dienst jedoch recht schnell an den Start gehen. Mit Cloud Player, Cloud Drive und Rechenzentren weltweit ist das US-Unternehmen bestens für einen derartigen Dienst aufgestellt. Zu welchen Preisen Amazon seinen Kunden das Angebot zugänglich macht, ist unbekannt. Denkbar wäre jedoch, dass der Konzern die Musikabos in sein kostenpflichtiges Prime-Angebot integriert.
Alle wollen mitmachen
Geht es nach der Gerüchteküche, ist Amazon nicht allein mit seinem Verlangen nach Musik-Streaming. Demnach arbeiten auch Apple, YouTube & Co. an eigenen Lösungen. Auch wenn die bestehenden Dienste bisher noch nicht profitabel sind, wachsen die Nutzerzahlen stetig. Neben Deezer und Simfy ist Spotify der Platzhirsch unter den MP3-Streamern. Wie Spotify-Mitbegründer Daniel Ek erst Anfang März 2013 bekannt gab, greifen 24 Millionen Nutzer regelmäßig auf den aus Schweden stammenden Dienst zu. Rund ein Viertel davon nehmen die kostenpflichtigen Premium-Abos in Anspruch. Im Gegensatz zu den reinen Streaming-Anbietern wären Amazon & Co. beim dem Geschäftsmodell im Vorteil. Anders als die reinen Streaming-Anbieter bieten die Internetgrößen mehr: Sie integrieren die Musikliebhaber in ein bestehendes System mit allerlei weiteren Angeboten.
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