Der Erfolg von Google TV und Apple TV hält sich noch in überschaubaren Grenzen. Gleichwohl arbeitet mit Intel offenbar ein dritter Riese an einer ähnlichen Plattform.
Update (4.1.2013): Intels TV-Box verspätet sich
Nachdem Intel sein Internet-TV-Angebot für Ende 2012 angekündigt hatte, verspätet sich dessen Markteintritt nun auf unbekannte Zeit. Laut The Wall Street Journal seien daran die andauernden Lizenz-Verhandlungen mit diversen Medienunternehmen schuld. Demnach konnte sich Intel bisher nur mit einem Partner einigen. Andere potentielle Inhalte-Anbieter verhalten sich zögerlich. Sie befürchten, dass Deals mit Intel ihre Kunden im lukrativen Pay-TV-Segment verärgern. Daher halten sich Gerüchte, dass die neue Plattform nicht vor Mitte 2013 herauskommt.
Groß-Investition
Wie das US-Magazin Forbes berichtet, hat Intel hierfür eine eigene Abteilung gegründet und Experten angeheuert, die vorher bei Microsoft für das ?Mediaroom?-Projekt verantwortlich zeichneten. Gleichzeitig soll der Chip-Konzern gewaltige Summen in die Hand genommen haben, um die TV-Pläne zu realisieren; die Rede ist von mehreren hundert Millionen US-Dollar. Hier unterscheidet sich die Strategie von der bei den Konkurrenten: Apple bezeichnet seinen TV-Dienst regelmäßig als ?Hobby? und auch bei Google steht das Internet-Fernsehen nicht im Fokus.
TV-Stationen machen mit
Laut Forbes sei es Intel bereits gelungen, die wichtigsten US-Kabelsender für das Projekt zu gewinnen. Diese werden dann ihr Programm über die Intel-TV-Box einspeisen. Dabei handelt es sich natürlich um Pay-TV: Kunden sollen Pakete, Kanäle oder einzelne Sendungen buchen können. Parallel will Intel wohl einen Cloud-Dienst starten, über den der TV-Zuschauer Videos jederzeit abruft ? unabhängig von den offiziellen Sendezeiten. Neben dem TV-Angebot soll es auch Apps geben; welches Betriebssystem bei Intel zum Einsatz kommt, ist ebensowenig bekannt wie der Preis der Box.
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