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Geschrieben von Hannibal Lektor am 27.03.2013 um 08:36:

Achtung Tallinn Manual: NATO-Regeln für den Cyber-Krieg



Eine Expertengruppe hat für die NATO ein Handbuch mit Regeln für einen möglichen Cyber-Krieg entworfen. Darin steht unter anderem, dass Hacker legitime Angriffsziele sind ? wenn sie sich aktiv am Kriegsgeschehen beteiligen.





Hacker Vogelfrei?

Nicht alle Hacker sind ab sofort pauschal zum Abschuss freigegeben, die Empfehlungen der Expertenkommission vom ?Cyber Defence Centre of Excellence? lassen jedoch aufhorchen: Sollte die virtuelle Kriegsführung Menschenleben konkret gefährden, verlieren die verantwortlichen Hacker ihren Status als Zivilperson. Sie werden dann nach Ansicht der Autoren des Berichts zu legitimen Angriffszielen und können sogar getötet werden.


Hacktivists sind keine Zivilisten

Das ?Tallinn Handbuch für die Anwendung von internationalem Recht bei Cyber-Krieg? nennt die betreffenden Personen ?Hacktivists? und definiert sie als ?private Bürger, die aus Eigeninitiative Hacking etwa aus ideologischen, politischen, religiösen oder patriotischen Gründen betreibt?. Andere Richtlinien des Handbuchs übertragen das bisherige Kriegsrecht ebenfalls auf das digitale Zeitalter. Sie legen fest, dass im Cyber-Krieg aus Rücksicht auf die Zivilbevölkerung beispielsweise Krankenhäuser, Nuklearanlagen oder Staudämme von Hacker-Attacken verschont bleiben sollten.


Empfehlungen, keine bindenden Gesetze

Die Expertengruppe hat das Handbuch im Auftrag der NATO erstellt und Anfang März 2013 in London der Öffentlichkeit vorgestellt. Es gibt lediglich Richtlinien für den Fall eines Cyber-Kriegs vor. Die Veröffentlichung ist somit keinesfalls ein verbindliches Regelwerk, an das sich die NATO oder ihre Mitgliedsstaaten halten müssen. Es handelt sich vielmehr um Empfehlungen für den Ernstfall, die auf den aktuellen internationalen Gesetze basieren.


Quelle



Forensoftware: Burning Board 2.3.5, entwickelt von WoltLab GmbH