Bayerns Wirtschaftsminister verkündet, dass sein Bundesland flächendeckend schnelles Internet erhalten soll: Innerhalb der kommenden fünf Jahre surft ganz Bayern demnach mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde.
Das Projekt der bayrischen Staatsregierung ist bundesweit einmalig: Im Rahmen des ?Hochgeschwindigkeitsförder-Programms? sollen in allen Teilen Bayerns ? auch im ländlichen Raum ? bis 2018 die Bedingungen für schnelle Internetverbindungen mit einer Mindestbandbreite von 50 Megabit pro Sekunde entstehen. Dieses Vorhaben präsentierte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) Anfang 2013 bei einer Pressekonferenz.
Finanzierung
Zur Unterstützung des Projekts hat das Land Bayern insgesamt 500 Millionen Euro Hilfsgelder vorgesehen. Doch das Geld reicht bei Weitem nicht zur Realisierung des Vorhabens aus: Nach Informationen von Spiegel Online schätzt Zeil die Kosten des flächendeckenden Ausbaus auf die vierfache Summe. Die Kommunen müssen also selbst auch tief in die Tasche greifen, um den fixen Zugang zum Netz zu bekommen. Von dem Förderprogramm erhalten sie jeweils maximal 500.000 Euro Zuschuss. Im Januar 2013 eröffnete Zeil das Breitbandzentrum, das an das bayrische Wirtschaftsministerium angegliedert ist. Es steht den Kommunen bei dem geplanten Ausbau beratend zur Seite.
Zielsetzung
Aktuell sind den Informationen des bayrischen Wirtschaftsministeriums zufolge die Regionen außerhalb der großen Ballungsräume bei einer Bandbreite von mindestens 50 Megabit pro Sekunde weitgehend unter- oder sogar gar nicht versorgt. Für die Internetanbieter lohnt es sich in den ländlichen Regionen oft nicht, ihr Angebot auszuweiten. Darum will die Staatsregierung hier unterstützend eingreifen. Als Motivation für die Förderung des Hochgeschwindigkeitsinternets nennt das Ministerium, den ?IT- und Wirtschaftsstandort Bayern für das Digitale Zeitalter? rüsten zu wollen.
Qualle